Ist hartes Wasser schlecht?

Kalzium- und Magnesiumverbindungen sind entscheidend für die Härte des Wassers. Sie werden allgemein als Kalk bezeichnet. Die Wasserhärte hängt von der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes ab, aus dem das Grundwasser gefördert wird. Das Grundwasser löst Stoffe aus den Erdschichten durch die es fließt, deshalb unterscheidet sich die Härte des Trinkwassers je nach Herkunftsgebiet. So auch beim Bad Camberger Trinkwasser, es enthält viele wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe. Kalzium und Magnesium sind für den menschlichen Knochenbau und die Blutgerinnung wichtig. Wasser aus der Leitung schmeckt und ist gesund.

Auf der anderen Seite ist stark kalkhaltiges Wasser aus technischer Sicht nicht wünschenswert. Kalkablagerungen sind oft unschön, sie beeinträchtigen auch die Funktion von Elektrogeräten und Warmwasserbereitern bei einer Erwärmung über 60°C. Die Härte wurde früher in Grad deutscher Härte [°dH] angegeben. Diese Bezeichnung ist mittlerweile veraltet. Heute wird die Gesamthärte in Millimol Calciumcarbonat pro Liter angegeben.

Härtebereiche von Trinkwasser

Härtebereich mmol/l °dH
weich bis 1,5 bis 8,4
mittel 1,5 – 2,5 8,4 – 14
hart ≥ 2,5 ≥ 14

Im folgenden sind die Härtebereiche des Bad Camberger Trinkwassers für die einzelnen Stadtteile aufgeführt:

Stadtteil Gesamthärte Härtebereich
  [°dH] [mmol/l]  
Kernstadt, Hochzone 17,9 3,2 hart
Kernstadt, Tiefzone 15,0 2,7 hart
Dombach 15,9 2,8 hart
Erbach 16,8 3,0 hart
Oberselters 15,8 2,8 hart
Schwickershausen 16,5 2,9 hart
Würges 17,4 3,1 hart

Danach ist das Bad Camberger Trinkwasser  in den unteren Bereich der Stufe „hart“ – wie ca. 60 % des bundesdeutschen Trinkwassers – einzuordnen. Die Installation dezentraler Enthärtungsanlagen wird aufgrund umweltbelastender Einflüsse bei chemischen Anlagen oder nicht nachgewiesener Funktionalität bei physikalischen Anlagen seitens der Stadtwerke Bad Camberg nicht explizit empfohlen.

Wasserqualität

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